Terroirweine – wie ein Phönix aus der Asche

Wir stellen fest, dass grosse Weine ein unverkennbares Abbild der Landschaft, unserer Arbeitsweise und des Bodens sind. Sie sind die vollkommene Verschmelzung von Natur und schöpferischem Handwerk. Unser Schaffen verfeinert sich mit der Erfahrung stets. Doch wie steht es um unsere Böden? Das neu erschienene Buch «Stein und Wein» von AS Verlag liefert uns spannende Einblicke in unsere «Asche». In der Bündner Herrschaft wurden riesige Schuttmassen aus den Talflanken herausgewaschen und zu grossen Schwemmkegeln aufgeschüttet. Falknis und Vilan heissen die Berge, die stetig abgetragen werden. Kalkfelsen und Bündnerschiefer sind die Lieferanten von Karbonaten, Tonerde- und Silikatmineralen, welche von der Rebe durchwurzelt und als Akkumulator für Wasser und Nährstoffe gelten. Es ist das ausgewogene Verhältnis von Kalk und Ton, die Ausrichtung nach Süden, die Hanglage, die Höhe, das Klima, ja – der Mensch, – das Terroir.

Dem entspringt mit jedem Jahrgang ein kleiner Phönix in Form von Wein.

Chr.Rüfe