Die doppelte Pflanzzeit

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Die kalendarische und handwerkliche Pflanzzeit

Als biodynamische Winzer hat die Pflanzzeit eine doppelte Bedeutung. Zum einen umschreibt der Begriff die Phase in der wir manuell am Pflanzen sind, zum anderen ist es eine sich stets wiederholende zweiwöchige Phase im Mondkalender, die sich für bestimmte Arbeiten bestens eignet.

„Die Pflanzzeit ergibt sich aus dem Zeitraum des absteigenden Mondes. Da hier die Säfte zu den Wurzeln absteigen, bekommt die neu gesetzte Pflanze die Chance anzukommen und sich zu verwurzeln. Diese Zeit eignet sich besonders für Aussaaten, Um- und Neupflanzungen von Gemüse und Blumen sowie für Bäume, Sträucher, Stauden und Heckenbepflanzungen. Auch die Ernte von Wurzelgemüse ist zu dieser Zeit ideal. Wenn für den Baumschnitt die Pflanzzeit beachtet wird, (absteigender Mond, die Säfte ziehen sich zurück), dann liegt man optimal.“ (Quelle: Gärtnerei Waldhaus)

Vom 28. April bis zum 10. Mai 2021 prägt der absteigende Mond unser Schaffen (mehr zum Demeter Mondkalender). Wir paaren also Kalender und unsere Kräfte und fokussieren uns im Team sofern es die Witterung zulässt auf die Pflanzungen.

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Wurzeln schlagen

Derzeit weicht im Jeninser Bachfeld die mehltauanfällige Scheurebe für 560 Chardonnay und 400 Pinot Meunier Reben. In der Malanser Halde macht der Pinot Noir weiteren 300 Stöcken Completer Platz und auf den restlichen gut 6.5 ha erneuern wir 100 altersschwache Pinot Noir durch entsprechende Jungreben.

So tauschen wir gemeinsam in 14 Tagen insgesamt 3.2% unseres gesamten Rebbestandes aus. Der aktuell fallende Regen heisst die 1360 Neulinge herzlich willkommen und wir hoffen, auf ein gutes Omen, so dass wir in fünf Jahren die ersten Erträge dieser Novizen einfahren.

 

07.05.2021/ FO