14. Juli 2022

Sommersaison 2022

Ein wilder Ritt

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Guter Hoffnung

Mitte April können wir’s jeweils kaum erwarten.

Die Reben sind geschnitten, das Rebholz gebunden, das Material bestellt, das Team bereit – alles gut geplant und vorbereitet.

Im Grunde wissen wir genau welche Arbeitsschritte uns erwarten, wenn da nur nicht die Witterung so massgebend mitspielen würde. 

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Endlosschleife “Schlaufen”

Und so geht’s Jahr für Jahr ganz überraschend mit dem Austrieb los.

Heuer recht und zögerlich und gemächtlich anfangs Mai,  so dass wir gut mit dem Erlesen nachgekommen sind.

Glücklicherweise ist bei so späten Austrieben Frost kaum mehr eine Gefahr.

Ab  Juni legte die Witterung einen gewaltigen Zacken zu.

Feucht und Warm, so dass die Rebtriebe rasant gegen Himmel schossen

und wir gefühlt in Endlosschleife die Schosse schlauften

und gerade noch rechtzeitig ans Entblättern der Traubenzone umschwenkten.  

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Vom wilden Ritt ins Traben

Und plötzlich ist der längste Tag vorbei, die Tage werden unmerkbar kürzer, dazu die heisse und trockene Witterung und schon verlangsamt sich das Wachstum.

Der wilde Ritt mit der Rebe vorübergehend vorüber!

Am mild leuchtenden Horizont dämmert schon die nächste Herausforderung – es zeichnet sich eine frühe Ernte, d.h. im September ab. 

 


 

 

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Drum ziehen wir uns kurz zurück –

atmen durch, lassen ein paar Kugeln rollen,

satteln Material und Helfer

und sind bald bereit

für den finalen Ritt der Saison 2022. 

 

 

14. Juli 2022 / Francisca Obrecht