14. Juli 2022

Sommersaison 2022

Ein wilder Ritt

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Guter Hoffnung

Mitte April können wir’s jeweils kaum erwarten.

Die Reben sind geschnitten, das Rebholz gebunden, das Material bestellt, das Team bereit – alles gut geplant und vorbereitet.

Im Grunde wissen wir genau welche Arbeitsschritte uns erwarten, wenn da nur nicht die Witterung so massgebend mitspielen würde. 

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Endlosschleife “Schlaufen”

Und so geht’s Jahr für Jahr ganz überraschend mit dem Austrieb los.

Heuer recht und zögerlich und gemächtlich anfangs Mai,  so dass wir gut mit dem Erlesen nachgekommen sind.

Glücklicherweise ist bei so späten Austrieben Frost kaum mehr eine Gefahr.

Ab  Juni legte die Witterung einen gewaltigen Zacken zu.

Feucht und Warm, so dass die Rebtriebe rasant gegen Himmel schossen

und wir gefühlt in Endlosschleife die Schosse schlauften

und gerade noch rechtzeitig ans Entblättern der Traubenzone umschwenkten.  

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Vom wilden Ritt ins Traben

Und plötzlich ist der längste Tag vorbei, die Tage werden unmerkbar kürzer, dazu die heisse und trockene Witterung und schon verlangsamt sich das Wachstum.

Der wilde Ritt mit der Rebe vorübergehend vorüber!

Am mild leuchtenden Horizont dämmert schon die nächste Herausforderung – es zeichnet sich eine frühe Ernte, d.h. im September ab. 

 


 

 

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Drum ziehen wir uns kurz zurück –

atmen durch, lassen ein paar Kugeln rollen,

satteln Material und Helfer

und sind bald bereit

für den finalen Ritt der Saison 2022. 

 

 

14. Juli 2022 / Francisca Obrecht

 

30. April / 01. Mai 2022

Einfinden in der neuen Sonne

Rückblick Tag der offenen Weinkeller/ Hoffest

 

Was waren wir angespannt die Tage vor den offenen Weinkellern….

die Küche war noch einzurichten, der Evetninventar zu entstauben, die Schirme zu bespannen, die Orangerie herzurichten, die Tische und Stühle aufzufrischen,  die Einkäufe zu machen, das Brot zu backen, die Musikanlage aufzustellen, das Gemüse zu pickeln, die Weingläser zu waschen, die Butter zu schlagen, die Fenster zu putzen, die Mengen zu berechnen, der Eistee zu organisieren, die Abläufe zu testen, die Weine zu kühlen, Angebotslisten zu schreiben, die Salamettli zu schälen, die Tafeln zu beschriften, die Nachbarn zu informieren, der Alpkäse zu beschaffen, der Töggelikasten zusammenzubauen, die Weinreservationen vorzubereiten, der Wein zu kühlen, der Ping-Pong-Tisch zu stellen, das Buffet zurechtmachen, die Beleuchtung zu montieren,  das Münz zu bestellen, ein paar Bierchen zu beschaffen, der Garten abzuzäunen, die Degubar auszustatten…..

Und dann seit ihr, liebe Gäste, gekommen und habt *schwups* unseren Hof ganz selbstverständlich mit freudvollem Leben gefüllt!

Degu-Erlös zugunsten der Ukraine

Wir haben uns heuer entscheiden für die Degustation einen kleinen Unkostenbeitrag von 10.- CHF zugunsten der Ukraine zu verlangen.

Insgesamt 97 Personen haben die Idee unterstützt. Pro Person legen wir als Weingut Obrecht noch 5.- CHF dazu,

so dass wir der Glückskette 1455.- CHF überweisen konnten.

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Herzlichen Dank für euren Besuch und euren Beitrag zur tollen Stimmung!

04. Mai 2022 / Francisca Obrecht

13. April 2022

Hornmist / Präparat 500

Vitalisierender Enthusiasmus

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Hornmist Präparat 500

Im September füllen wir frischen Kuhmist von bester Qualität in Kuhhörner und vergraben diese anschliessend im Malanser Bovel zwischen unseren Chardonnay Reben.

Dort hat uns in den letzten Jahren die Bodenaktivität am besten gefallen! Drum vergraben wir die sperrigen Hörner hier.

Der lebendige Boden wandelt den Inhalt des Kuhhornes über Winter in fantastisch reifen Kompost um – Ein vitales Konzentrat bester Bodenmikrofauna.

 

 

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Dynamisieren

Kurz vor Ostern erwacht die Vegetation, die Erde erwärmt sich, die Pflanzensäfte beginnen zu fliessen – da holen wir unser Vitalisierungselexier aus dem kühlen Untergrund ans Licht.

Um die Kräfte von Hornmist in eine gute Verbindung mit Wasser zu bringen, müssen die Präparate intensiv  gerührt bzw. dynamisiert werden.

Dazu geben wir lauwarmes Regenwasser und das Präparat in einen grossen Kupfertopf und schauen andächtig zu, wie die Flüssigkeit mal in die Eine und dann wieder in die Gegenrichtung aufgewirbelt wir.

Nach 60 Minuten ist das Präparat bereit.

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Ausbringung

Hornmist bringen wir auf den Boden aus, denn dieses Präparat wirkt belebend und aktivierend auf Boden und Pflanzenwurzeln. Es baut die Bodenstruktur auf, fördert das mikrobielle Leben und die Bildung von Humus.

Dazu schreiten wir mit der gut gefüllten Rückenspritze zu Fuss unsere Reblagen ab, um mit dem Präparat 500 unsere Vorfreude und Enthusiasmus in den Wingert zu spritzen.

 

 

13. April 2022 / Francisca Obrecht

25. März 2022

Ausgezeichnete Sonne Weine – die berühmt berüchtigten Parker Punkte sind da!

 

 

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Quelle: SWISS WINE PROMOTION

Die Punkte von Parker sind weltweit bekannt und dieses Jahr sind sie zurück in der Schweiz. Zum zehnten Mal wird ein Report über Schweizer Weine vom Robert Parker Wine Advocate erstellt. Dieses Mal hat Stephan Reinhardt über 400 Schweizer Weine degustiert und kurz zusammengefasst kann gesagt werden: Die Resultate sind hervorragend!

The Wine Advocate von Robert Parker ist eine der wichtigsten und einflussreichsten Publikationen der internationalen Weinwelt. Für Robert Parker, degustieren einige der besten Weinjournalisten, Weine der wichtigsten Weinbaugebiete der Welt. Unter Ihnen auch Stephan Reinhardt, der unter anderem für die Schweiz zuständig ist. Sein letzter Swiss Wine Report wurde im Jahr 2020 publiziert. Nach zwei Jahren ist es wieder so weit: die Parker Punkte sind da!

Der diesjährige Bericht ist der bisher umfangreichste. Insgesamt wurden 427 Weine von 113 Produzentinnen und Produzenten verkostet (43 in der Deutschschweiz, 31 im Wallis, 15 in der Waadt, 11 im Tessin, 11 in der Region Drei-Seen-Land und 2 in Genf) und kurz zusammengefasst kann man sagen: Die Resultate der Schweizer Weine sind hervorragend. Von den insgesamt 427 Weinen. haben 318 mehr als 90 Punkte erreicht. In Parker Sprache bedeutet dies, dass die Weine als «Outstanding» oder bei mehr als 95 Punkten, als «Extraordinary» bezeichnet werden können.

 

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OBRECHT BRUT ROSÉ – 92 PP

Obrecht’s NV Brut Rosé, disgorged in August 2021 after 20 months sur lattes, is a cuvée of Pinot Noir and Pinot Meunier. The salmon-colored sparkling wine offers an intense and vinous bouquet of red fruits, crushed stones and brioche. Supple and intense yet also refined and fresh on the palate, this is a complex and mouth-filling rosé with fine tannins, which makes this an excellent food partner. Promising. 12.5% stated alcohol. Tasted in Zurich in February 2022.

2022 – 2028, Stephan Reinhardt, Issue Date 24th Mar 2022, March 2022 Week 3, The Wine Advocate

 

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RIESLING SYLVANER SCHIEFER 2020 – 89 PP

Sourced from slate soils, Obrecht’s golden-orange colored 2020 Riesling Sylvaner Schiefer shows an intense, pretty “natural” bouquet of ripe seed fruits with floral and herbal notes. Lean and elegant on the palate, this is a bone-dry, herbal and finely fruity Müller-Thurgau with a delicate, finely grippy and aromatic finish. This biodynamic natural wine was fermented in a large old oak fuder and aged in round clay vats. It is a delicate aperitif and a wine for lighter dishes. 10.8% stated alcohol. Natural cork. Tasted in Zurich in February 2022.

2022 – 2028, Stephan Reinhardt, Issue Date 24th Mar 2022, March 2022 Week 3, The Wine Advocate

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CHARDONNAY 2019 –  90 PP

Obrecht’s yellow-golden colored 2019 Chardonnay offers an intense and elegant, slightly oaky bouquet of ripe and concentrated fruit aromas intertwined with notes of crushed stones and a certain reduction. Full-bodied, refined and elegant on the palate, this is a rich and intense, quite ripe and mouth-filling Chardonnay with a tight structure, very good substance and a somewhat animal and astringent finish. It probably needs a bit more time to gain finesse. 13% stated alcohol. Natural cork. Tasted in Zurich in February 2022.

2023 – 2030, Stephan Reinhardt, Issue Date 24th Mar 2022, March 2022 Week 3, The Wine Advocate

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MONOLITH Pinot Noir 2019 – 94 PP

Obrecht’s 2019 Pinot Noir Monolith opens with a fascinating, intense yet also refined, fresh, pure and elegant, immediately alluring nose of ripe fruits (wild strawberries, ripe black berries and black cherries) and super elegant terroir notes of lime and schist. Pure, finessed and enormously vital in the mouth, with very fine tannins and crystalline, mineral acidity, this is a complex and seamlessly textured, perfectly balanced Pinot from vines almost 60 years old on calcareous, weathered slate soils in Jenins and Malans. The finish is pure, refined and perfectly balanced between the austerity of terroir structure and this amazing finessed and silky Pinot fruit. It is most probably the finest Monolith I have tasted so far. 13% stated alcohol. Natural cork. Tasted in Zurich in February 2022.

2025 – 2040, Stephan Reinhardt, Issue Date 24th Mar 2022, March 2022 Week 3, The Wine Advocate

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BRUT NATURE BLANC 2018 – 89 PP

The citrus-colored 2018 Brut Nature Blanc, disgorged in November 2020, is clear and intense on the nose that shows ripe and quite intense fruit with sur lie aromas. Dry, very fresh and vibrant on the yeasty yet not really refined palate, this is a refreshing sparkling Chardonnay that is somewhat acidic. 12.5% stated alcohol. Tasted in February 2022.

2022 – 2026, Stephan Reinhardt, Issue Date 24th Mar 2022, March 2022 Week 3, The Wine Advocate

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COMPLETER 2018 – 90 PP

The golden-colored 2018 Completer is intense and concentrated on the refined and flinty as well as oaky nose that intermingles concentrated fruit aromas with flinty notes. Full-bodied, intense and concentrated but still pretty tight and tannic on the palate, this is a rich Completer that has finesse and concentration but is still caged by its oaky and astringent tannins and is pretty drying on the intense and powerful finish. 14% stated alcohol. Natural cork. Tasted in Zurich in February 2022.

2025 – 2036, Stephan Reinhardt, Issue Date 24th Mar 2022, March 2022 Week 3, The Wine Advocate

Obrecht Jenins Weinlese 2021 064

Aufregend, das Sortiment 2022– ein verwegener Mix aus neuem Kellergeist und dezidierter Weinkultur!

Doch leider nur in kleinsten Mengen verfügbar. Während 2020 bereits die schlechte Blüte zu einer massiven Verringerung des Ertrags führte, so war es 2021 die “feucht- fröhliche” Vegetationsperiode, die uns zu schaffen machte. Der verbliebe Ertrag ist zu Weinen von aufregender Qualität vergoren – damit das Vergnügen möglichst vielen Kunden erreicht, sind die bestellbaren Mengen limitiert.

Ab 1. April im Online Shop, am ObrechtOmat und bei unseren Verkaufspartnern erhältlich.

 

Obrecht Jenins Weinlese 2021 121

Der Blick schweift  vergnügt über die neue Silhouette des Guts.

Vor zwanzig Jahren hat die freudvolle Erwartung zwei zusammen in die Sonnegebracht. Während im Bauch unbekanntes Leben strampelte, wurde darüber an den kühnen Kellerplänen der dringlichst abzuliefernden Diplomarbeit gefeilt.

Nun sitzen wir gemeinsam in der belebenden Märzensonne. Die Füsse scharren verlegen im kiesigen Hof, der Blick schweift vergnügt über die neuen Silhouetten des Guts. Aus der einstigen Keller-Vision ist ein präzis geschliffener Bau geworden und die zwei Ungestümen zu einem Paar rigoroser Weinhandwerker gereift.

VIVA

Francisca & Christian

 

15. März 2022 - Francisca Obrecht

 

27. September bis 8. November 2021

Rieseln, reifen, ziehen – der Wimmlet 2021

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Montag, 8. November 2021 13 Uhr

 

Wimmlet “complet”

Einen strahlend frischen Spätherbsttag haben wir erwischt um im Kleinst-Team die letzten 30 Aren noch ausreifenden Completer zu ernten. Ein glücklicher Zufall, dass wir um 16 Uhr bei aufziehendem Nebel die letzten Trauben durchs Portal in den Keller tragen.

Eine herausfordernde Vegetationsperiode findet ein wohliges Ende. Nun wenden wir den Blick in den Keller, wo sich das knifflige Jahr in erquickend leuchtenden Säften offenbart.

Samstag, 23. Oktober  8:30 Uhr Start

 

Der Pinot zieht heimwärts

Nachdem uns das Wetter am Donnerstag und Freitag etwas zur Ruhe gezwungen hat, arbeiten wir uns am heutigen Samstag heimwärts. 24 Augenpaare blinzeln im Jeninser Bündtli in die Morgensonne und lauschen gespannt dem Tagesplan. Zum Start steht ein besonders erfreulicher Auftrag an – wunderbar reifer und praller Chardonnay gelangt an diesem frischen Morgen als erstes in den Keller.

Es folgt der Pinot Noir im Riederer. Ein kleine Parzelle,  die wegen der dazugehörenden Hecke die Fauna mit ihrer Diversität erfreut, uns jedoch beim aussöndern von Essigbeeren (= Grüsse von der Kirschessigfliege) ein paar Seufzer entlockt.

Kurz vor Mittag ziehen wir ins Bachfeld. Ein Acker, der erst seit 10 Jahren bestockt ist. Nachdem uns die ungenügende Bodenfruchtbarkeit und die damit verbundene Anfälligkeit der Reben auf Pilzkrankheiten bisher massiv zu schaffen gemacht hatte, werden wir heuer reich mit lockerbeerigen  Trauben belohnt.

Zu guter Letzt sind wir bei mildem Sonnenschein nach dem Mittag im Fanal zugegen. Der Mariafeld Klon (Pino Noir) beschert uns fantastisch reife und gesunde Früchte!

Um 16 Uhr fahren wir die letzten Kisten nach Hause, diese werden kurz sortiert und im Holzbottich eingemaischt. Schon wenig später Treffen wir übermütig in der Orangerie zum traditionellen Wimmlerabschluss bei Tresterwurst, Sauerkraut, Ofenkartoffeln und Wein zusammen – was für eine überwältigend schöne Weinlese-Saison!

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Montag 18. Oktober  8:30 Uhr Start

Der Föhn reisst mit

Eine herrlich milde Herbstphase liegt hinter uns, so dass wir uns genau 10 Tage nach dem Riesling Sylvaner an die Pinot Haupternte wagen. Nachdem die Nächte jüngst extrem kalt waren, hat der Föhn die Trauben jüngst aus dem Reifeschlaf gerissen.

Die Oechslegrade liegen bei über 90° – perfekt für einen filigranen und langsam gereiften Pinot Noir.

Bei fantaschtischem Wetter schnippen die Scheren unserer 20 Wimmler bis in die späten Nachmittagsstunden. Wenn das Wetter mitspielt, legen wir am Donnerstag den 21.10.2021 die letzten Pinot Trauben in die strahlend blauen Erntekisten.

 

 

Freitag, 8. Oktober  8:30 Uhr Start

 

Der Riesling Sylvaner rieselt

 

Mit den ersten Riesling Sylvaner Trauben die in den Keller rieseln, sinkt die Anspannung. Der Keller besteht den ersten Stresstest, denn so viele Trauben sind in kurzer Zeit bisher noch nicht eingeganen. Damit die spontane Maischegärung beim Riesling Sylvaner Schiefer gelingt, werden die Trauben sortiert.

 

 

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Montag, 27. September,  8:30 Uhr Start

 

Der Brut ist reif

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Der Pinot Noir hat eine Zuckergradation von 80° Oechsle erreicht. Zu knapp für einen fülligen Rotwein – perfekt für einen frisch-fruchtigen Schaumwein.

Im kleinen Trupp bestehend aus Sommer-Rebteam und Lieferanten kämmen wir unsere 13 Pinot Parzellen durch. Alles was noch schön knackig ist, holen wir schonend in den Erntekisten nach Hause.

Die Trauben an den verholzten Schossen  lassen wir indes hängen. Diese reifen in den nächsten Tagen zu Monolith oder Trocla Nera heran.

Im Keller landen die ganzen Trauben auf der Presse. So wir schonend der zartrosa Saft gewonnen, aus dem im Laufe der nächsten 20 Monate der Brut entsteht.

30. September 2021 / Francisca Obrecht

 

 

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Samstag, 25. September 2021, 10:30 Uhr

Während wir im Hof die letzte Gruppe der Saison 2021 zur Degustation empfangen, scheppert’s in der Rondelle. Mir scheint der ganze Sonne-Hof zu zittern, doch es ist nur das innere freudige Rumoren.  Seit Jahren ist der Kopf in stetiger Planung, seit November 2019 wir in der Sonne kräftig gebaut und nun ist Sie da:

Die erste Pinot Noir Traube

klettert im Portal das Förderband Richtung Presse hoch.

Familie Gort liefert uns überraschend früh an diesem Samstag die ersten Trauben aus der Jeninser Lage Madast. Eigentlich hatten wir erst am späteren Nachmittag mit der Lieferung gerechnet.

“Sie hätten extra schon um 7:30 Uhr mit der Wimmelte begonnen, damit die Trauben schön frisch in den Keller kämen”, klärt Adrian uns ungläubig Staunenden auf.

Fantastisch, wenn die Lieferanten so mitdenken! Und schon geht es los. Als ob im kühnen blauen Portal schon ewig gekeltert worden wäre, hievt wenig später der Stapler eine Stande um die andere auf die Waage. Von dort ein kurzer Dreh zum Förderband und schon steigen die ganzen Trauben via Förderband durch die Quetsche in die Presse.

Kurz darauf in der Cüverie verschlägt mir das primäre Plätschern des Brut-Traubensaft im Tank die Sprache. Ein enormer Zufall, dass ich gleich neben Chromstahlgebinde den Gästen anhand der ruhenden Brut Flaschen die Entstehung des Schaumweins erkläre!

Das Debüt ist gelungen, wie die strahlenden Gesichter erahnen lassen. Nun freuen wir uns riesig ab dem 27.09.2021 selbst mit der Wimmlete loszulegen. Erst werden wir weiteren Pinot Noir und Chardonnay für den Brut einfahren. Es folgt anfangs Oktober der Riesling Sylvaner und etwas Pinot für Blanc de Noir. Praktisch nahtlos wird es dann circa Mitte Oktober in die Pinot Noir Ernte für die Rotweine übergehen bevor wir Ende Oktober mit dem Completer zum krönenden Abschluss kommen.

 

26. September 2021 / Francisca Obrecht
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11./12. September 2021

Weinfest Jenins

“Schon viele Jahr’ komm ich hierher

Es fällt mir immer wieder schwer

mich von Euch allen los zu reissen

Vielleicht kommt irgendwann der Tag

An dem ich so lang bleiben mag

bis Ihr beschliesst, mich raus zu schmeissen.”

 

Gerlinde Fink, Kabarettistin

 

Dem haben wir nur ein herzliches Dankeschön anzufügen – unserem Team, den vielen Besuchern, dem fantastischen Wetter und vor allem dem mutigen OK des Weinfest Jenins. Ohne die Zuversicht des Teams, hätte das erste Fest nach Corona noch lange auf sich warten lassen!

13.September 2021/ Francisca Obrecht

 

 

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24/7 herzlich willkommen

Weingenuss am Obrecht-Omat

Wir freuen uns riesig, wenn Sie extra unseren Hof ansteuern, um sich spontan mit dem jüngst genossenen Wein einzudecken oder um ihre Vorräte  aufzustocken… nur werden Sie uns grossmehrheitlich nicht vorfinden.

In der Rebbsaison von Mai bis Oktober sind wir nachmittags stets und je nach Witterung bereits vormittags im Weinberg. In den Wintermonaten ziehen wir uns in den Keller zur Vinifikation oder bei Sonnenschein im Weinberg zum Rebschnitt zurück.

“Wie unseren spontanen Kunden und dem Rebberg/ Keller gerecht werden?!?”, darüber haben wir  lange gerätselt. Bis unsere Mitarbeiterin Carla auf einem Bauernhof auf eine Idee kam…

“ObrechtOmat” heisst die Lösung. Eine höllische Maschine die 24/ 7 an der Malanserstrasse 2 Weine für Sie bereit hält.

Im Angebot flaschenweise und gekühlt das aktuelle Sortiment,  ergänzt unseren “Best-Sellern” Blanc de Noir, Brut Rosé und Trocla Nera  im 6er Karton.

Voraussetzungen für den Weinkauf:  ID/ Führerausweis zur Altersverifizierung und ein digitales Zahlungsmittel.

 

Auf freudvollen Weingenuss!

 

 

23. Juli 2022/ Francisca Obrecht
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falstaff TASTING – Chardonnay Trophy 2021

BÜNDNER DOMININANZ

Zum dritten Jahr in Folge suchte Fallstaff die besten Chardonnays der Schweiz.
Und wie schon in den Jahren zuvor schafften es auch in diesem drei Bündner auf die ersten Ränge. Werde die Sieger sind und wer sonst noch in der ersten Chardonnayliga mitspielt, lesen Sie hier.

TEXT: Dominik Vombach NOTIZEN: Dominik Vombach, Benjamin Herzog

Zu ihrem heutigen Namen kam die Rebsorte Chardonnay bei der Weinbauausstellung 1872 in Lyon. Damals wurde festgelegt, dass die natürliche Kreuzung aus Gouais Blanc und Pinot den Namen einer kleinen Gemeinde im Burgund tragen soll — den Namen Chardonnay.

Ein Name, der sich wie kaum ein anderer in der Weinwelt verbreitete. Denn dank ihrer grossen Anpas- sungsfähigkeit wird sie heute weltweit angebaut. Egal, ob heiss und trocken wie bei- spielsweise in Kalifornien oder eher kühl wie in unseren Breiten, die Rebsorte aus dem Burgund fühlt sich wohl. Wohl auch deshalb belegt Chardonnay den dritten Platz hinsicht- lich der Anbaufläche hierzulande, wenn es um weisse Sorten geht. Nur Chasselas und Müller-Thurgau liegen vor ihr. International gesehen liegt die grösste Chardonnayfläche immer noch in ihrem Herkunftsland Frankreich. Hier sind rund 48.000 Hektaren mit der noblen Sorte beplfanzt. Nur knapp dahinter folgt mit rund 42.000 Hektaren die USA, jenes Land, in dem in den frühen 1990ern ein wahrer Chardonnay-Boom herrschte.

Einer der zweifelhaften Sorte, wie der bekannte Slogan aus dieser Zeit «Anything but Chardonnay» — den damals häufig alkoholreichen und üppigen Tropfen aus der Sorte geschuldet –belegt. Ein Stil, der bei unserer diesjährigen Falstaff Chardonnay Trophy glücklicherweise nur selten anzutreffen war. Vielmehr glänzten die degustierten Schweizer Gewächse mit ausserordentlicher Frische und Eleganz. Wie schon in den letzten Jahren glänzten besonders die Winzer aus Graubünden und bestätigten ein weiteres Mal, wie gut sie die Sorte verstehen und mit ihr umzugehen wissen.

Fünf Weine der Top Ten kommen dementsprechend auch von hier — die ersten drei Plätze inklusive. Bereits zum zweiten Mal schneidet das Weingut Obrecht aus Jenins als Sieger bei unserer Trophy ab. Ihr Chardonnay aus dem Jahr 2019, bewertet mit grandiosen 96 Punkten, verzückte unsere Vorkoster voll und ganz. Auch Platz zwei und drei gehen an Betriebe, die zuvor schon unter den besten drei zu finden waren. Der Vorjahressieger, das Weingut Wegelin aus Malans, sicherte sich mit seinem minerali- schen Chardonnay Frassa den zweiten Rang. Platz drei geht an den Chardonnay Grand Maitre vom Weingut Hermann. Beides über- aus mineralische Tropfen, die’ eine Tiefe aus- strahlen, din man lange suchen muss.

Mai 2021 / Falstaff Schweiz

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