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Wenn der Bündtliwald abends warm schimmert und die ersten Nebel am Piz Alun hängen wird es

Herbst – die Zeit, in der die Spannung und der Zucker steigt!

Ab anfangs September begehen wir wöchentlich unsere fünfzehn Rebbparzellen. Für die Reifeerhebung sammeln wir pro Parzelle und Rebsorte 100 Beeren in einen „Chräschel-Säckli“. Insgesamt 25 Proben kommen auf diese Weise pro Rundgang zusammen.

Jedes Muster beurteilen wir gemeinsam. Erst werden die Beeren von Hand zerdrückt, damit der Saft entweicht. Der Widerstand verrät bereits etwas über den Reifegrad. Der Saft liefert via Oechsle und Refraktometer eine klare Aussage über den Zuckergehalt und die zurückbleibenden Kerne zeigen die physiologische Reife. Die Naschprobe versorgt den Gaumen mit ersten Eindrücken zu Aromatik, Säure und Tanninen des neuen Jahrgangs.

Die Beobachtungen zum Zustand der Blätter, Gesundheit der Trauben und Ertrag werden zusätzlich festgehalten. Menge und Gesundheit der Trauben sind für den zu erwartenden Personalaufwand und die Planung entscheidend.

So schärfen wir Woche für Woche unsere Sinne. Die freudige Erwartung steigt,  bis mit dem ersten Erntetag die erlösende Emsigkeit die Nervosität vertreibt.

Mit der Ernte des Riesling Sylvaner um den 14.09 läuten wir die fünfte Jahreszeit 2020 früh ein. Es folgt die Pinot Noir und Chardonnay Vor-Ernte für den Brut, bevor ab circa 30.09 der krönende Abschluss mit der Haupternte von Pinot Noir, Chardonnay und Completer folgt.

 

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Das biodynamische Präparat 501

Was das wohl zu bedeuten hat, wenn die Obrechts bei Tagesanbruch Hornkiesel in den grossen Kupferbottich geben und nach einer Stunde dynamisieren das Gemisch fein im Wingert zerstäuben?

Es ist ein feierlicher Moment im biodynamischen Weinjahr, die Betonung der Sommersonnenwende!

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Der Kiesel (Quarz) verstärkt mit seinen feinen Kristallen das Sonnenlicht, so dass die Rebe ihr Wachstum verlangsamt und der Übergang in den Reifeprozess angeregt wird.

Das Hornkieselpräparat wird jeweils fürs nächste Jahr zubereitet. Ein Quarzkristall aus der Gegend wir zerkleinert und gemahlen. In ein Kuhhorn gefüllt ruht der Kiesel im Sommer im Wingert vergraben, damit er dort den sommerlichen Licht- und Wärmeauswirkungen ausgesetzt ist.

Ein Film von Laurin Wolf (CLUS AG Werbeagentur, Chur)

Was machen die Obrechts?

 

Ich weiss – eine Saison, ein Jahr, ein Quäntchen Glück.

Ich weiss – ein reich gefüllter Korb vom Rebschnitt bis zur Ernte.

Ich weiss – das ist eine Saison, ein Jahr

 

Seit die gesellschaftlichen Usanzen Mitte März 2020 komplett aufgewirbelt wurden, schätzen wir und unser Team die Gewissheit, dass die Natur in gewohnten Rhythmen vorwärts strebt.

Ein kurzer Einblick in das tägliche Schaffen von Christian und Francisca Obrecht, Carla Hassler, Daniela Marugg und Elias Reist.

 

Ein Film von Laurin Wolf (CLUS AG Werbeagentur, Chur)

 

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„Biodynamischer Weinbau ist die Kunst, den individuellen Standort charaktervoll im Wein abzubilden“

So zitiert Peter Keller in der NZZ am Sonntag vom 22.03.2020 die Haltung von Christian und Francisca Obrecht bei der Weinherstellung.

Wenn sorgfältig arbeitende Winzer hinter der biodynamischen Bewirtschaftung stehen, dann erwachsen dieser Philosophie unglaublich faszinierende und spannungsreiche Weine, fährt er in seinem Artikel fort.

Der spontan vergorene Riesling Sylvaner Schiefer 2018 hat es Peter Keller besonders angetan – leicht, mineralisch, tänzerisch.

Dazu passen die gepickelten „Rüebli mit Koriander“ von einmach.ch.

VIVA

 

… mehr von WEINKELLER, Peter Keller

… zum Riesling Sylvaner Schiefer

Schweizerische Weinzeitung 20-1050570

HIGHLIGHTS…

MONOLITH 2018

20/20 Punkten

Die schweizerische Weinzeitung huldigt in der Märzausgabe 2020 die Highlights der Bündner Herrschaft von Bonaduz bis Fläsch mit spannenden Degustationsnotizen und lebendigen Winzerportraits.

Obrecht’s nehmen mehr als eine Doppelseite ein, dabei sticht der Monolith Pinot Noir 2018 heraus.

„Dichtes, komplexes, tiefgründiges, frisches, elegantes, fein cremiges Bouquet, Amarenakirschen, kandierte Himbeeren, rotes Cassis, süsse Karottenschalen, Schiefer, kalter Rauch, rote Lakritze, Minze. Dichter, vielschichtiger, fein kraftvoller, eleganter, frischer Gaumen, dichte, feine Frucht, fein konzentrierte, zartmuskulöse Struktur, viel feines Tannin, grossartige Aromatik, sehr langer, dichter, frischer Abgang mit vielen Rückaromen“, so die Degustationsnotiz von André Kunz.

 

Aktuelle Ausgabe der Schweizerischen Weinzeitung am Kiosk erhältlich,

der Monolith 2018 noch im Shop bestellbar ;-)

 

OBRECHT und GLOBUS

Über Generationen prägende Beziehungen

Vor gut 75 Jahren begann zwischen dem Weingut Obrecht und dem Magazine Globus eine prägende Beziehung.

Christian Obrecht-Wegelin und Hans Mahler, Begründer und damals Besitzer der Magazine Globus, begegnen sich während des Aktivdienstes (1939 – 1945) in Parpan. Die beiden Familien pflegen fortan einen freudschaftlichen Kontakt.

So ermuntert Hans Mahler die III. Sonne Generation, den Wein anstatt wie üblich im Fass zu verkaufen, doch probeweise in Flaschen zu füllen und startet so, die seit über 40 Jahren währende Zusammenarbeit.

Der Wine Talk zwischen Christian und Francisca Obrecht und dem GLOBUS Wine Expert David O‘ Halloran verrät, welche Werte das Weingut Obrecht mit GLOBUS noch heute stolz verbindet.

Bauprojekt Sonne – der Löffel ist gefallen!

Der Bagger-Löffel ist in den lauschigen Hof gefallen. Innert weniger Tage ist ein Gebäude, das Stöckli, vom Gehöft verschwunden, dass einst Back-, Wasch- und Brennhaus war und den Hof zur intimen Oase abschloss.

In den 1970-iger Jahren wurde das Gebäude mit Garagen und einer Wohnung erweitert. In dieser genossen Christian und Susanna Obrecht – Wegelin ihren Ruhestand, wir starteten in der gleichen Wohnung 2002 unser Familienleben.

So beobachten wir wehmütig, wie der Bagger die Anfänge unserer Familiengeschichte weglöffelt und freuen uns riesig, dass aus der Idee eines Kellers in der Sonne nun ein konkretes Objekt wird.

 

 

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Kontext und Terroir_crop

Wie es dann 2021 sein wird…

«Der neue Torkel, im Modellbild als u-förmiges Gebäude zu erkennen, beinhaltet im Kellergeschoss Cuverie, Flaschenlager, Reifekeller und im Hofgeschoss Büro, Küche, Degustationsraum und Remise. Das neue Gebäude bildet zusammen mit den Bestandes Bauten ein schlüssiges ortsprägendes Ensemble am Dorfeingang von Jenins.»

Bearth & Deplazes Architekten; Valentin Bearth, Andrea Deplazes, Daniel Ladner

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V I E R Obrecht’s unter den 100 Schönsten der Schweiz

Stets im Dezember erscheint die mit Spannung erwartete Ausgabe der schweizerischen Weinzeitung mit dem Titel „Die 100 schönsten Weine der Schweiz“.

Das wir gleich vier unserer Weine zu den Schönsten zählen dürfen, macht Freude und Stolz! So wurden die Weine vom Degustationsteam rangiert, punktiert und kommentiert:

4 – Monolith 2018

Dichtes, komplexes, frisches, feincremiges Bouquet, Amarenakirschen, Himbeeren, rotes Cassis, Schiefer, kalter Rauch, rote Lakritze, Minze. Dichter, fein kraftvoller, eleganter Gaumen, feine Frucht, konzentrierte, zart muskulöse Struktur, feines Tannin, grossartige Aromatik, sehr langer, frischer Abgang, viel Rückaromen. Kann noch zulegen.

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23 – Chardonnay 2018

Mineralisches, feinfruchtiges, frisches, elegantes Bouquet, Flieder, Lindenblüten, zart Mirabellen, Kreide, fein Kamille. Dichtverwobener, feingliedriger, duftiger, salziger Gaumen, sehr gute Mineralik, feine Frucht, gut eingebundene Säure, langer, feinherber Abgang.

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70 – Trocla Nera 2018

Florales, seidenes, frisches, mineralisches Bouquet, Himbeeren, Himbeerkerne, verschiedene Blüten, frische Kräuter, Minze. Dichter, eleganter, vielschichtiger Gaumen, feincremige Frucht, vielfältige, feine Aromatik, feines Tannin, langer, dichter, voller Abgang.

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73 – Riesling Sylvaner Schiefer 2018

Mineralisches, feinfruchtiges, frisches, elegantes Bouquet, Flieder, Lindenblüten, zart Mirabellen, Kreide, feine Kamille. Dichtverwobener, feingliedriger, duftiger, salziger Gaumen, sehr gute Mineralik, feine Frucht, gute eingebundene Säure, langer, feinherber Abgang.

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Diversität ist die Stärke des Blauburgunders – Pinot Noir Trophy 2019

Tasting aus Falstaff Magazin Schweiz Nr. 8/2019, November 2019

Notizen von Benjamin Herzog und Dominik Vombach

Diversität ist die grosse Stärke des Blauburgunders und lässt diese auf eindrückliche Weise erleben.

92/100 Punkten Monolith Pinot Noir 2018

Kräftiges Bouquet mit Noten von Lakritze, reife Pflaume und Pflaumenmus. Am Gaumen reife Beerenfrucht, feines Tannin, saftig-elegante Struktur, langer Abgang.

 

Falstaff hat sich auf die Suche nach den herausragenden Gewächsen der Sorte gemacht und präsentiert Ihnen hier die besten Weine der Falstaff-Pinot-Noir-Trophy 2019.

Zu unrecht unterschätzt – Riesling Sylvaner

Tasting: Riesling-Sylvaner Trophy 2019 (06.09.2019)

Verkostet von: Benjamin Herzog, Dominik Vombach

Eine der wichtigsten weissen Weinsorten hierzulande ist zweifellos der Müller-Thurgau, der in der Schweiz als Riesling-Sylvaner geläufiger ist. Wir haben der oftmals unterschätzten Rebsorte eine Falstaff Trophy gewidmet.

93 /100 – Riesling Sylvaner Schiefer 2018

Feinfruchtiges, elegantes Bouquet. Noten von reifen Zitrusfrüchten, Zitrusmarmelade, helle Blüten, dazu ein Hauch Graphit. Am Gaumen saftige, schöne Säure, wirkt vollmundig und kraftvoll, lang und anhaltend. Würzig-mineralischer Abgang.

89/100 – Riesling Sylvaner 2018

In der Nase kräutrig-würzige Anklänge, dazu etwas Paraffin und Mango, plus reifer Apfel. Am Gaumen schlank, straffe Säure, viel Apfel und würzig-mineralische Anklänge im langen Abgang. Hat Grip.

 

Welche Regionen und Winzer mit ihren edlen Tropfen in der Falstaff Riesling-Sylvaner Trophy überzeugen konnten, können Sie den hier veröffentlichten Resultaten entnehmen.

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