Geschätzte Kunden,
vom 24.07 bis 08.08 ist das Weingut geschlossen.
Danach sind wir wieder gerne für Sie da.
Francisca und Christian Obrecht

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Jederzeit willkommen

24/7 Weingenuss am Obrecht-Omat

Wir freuen uns riesig, wenn Sie extra unseren Hof ansteuern, um sich mit dem in den Ferien genossenen Wein einzudecken… nur werden Sie grossmehrheitlich anrennen.
In der Rebbsaison von Mai bis Oktober sind wir nachmittags stets und je nach Witterung bereits vormittags im Weinberg oder Keller.

Ihren Besuch schätzen wir sehr! Doch wie unseren spontanen Gästen und dem Rebberg/ Keller gerecht werden?!?

 

Nun steht in der Einfahrt an der Malanserstrasse 2 der Obrecht-Omat für Sie bereit. Im Angebot steht flaschenweise das aktuelle Sortiment,  ergänzt mit spannenden Kennenlern-Paketen und unseren „Best-Seller“ Blanc de Noir, Brut Rosé und Trocla Nera  im 6er Karton.

Auf freudvollen Weingenuss!

14. Juli 2021/ Francisca Obrecht
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falstaff TASTING – Chardonnay Trophy 2021

BÜNDNER DOMININANZ

Zum dritten Jahr in Folge suchte Fallstaff die besten Chardonnays der Schweiz.
Und wie schon in den Jahren zuvor schafften es auch in diesem drei Bündner auf die ersten Ränge. Werde die Sieger sind und wer sonst noch in der ersten Chardonnayliga mitspielt, lesen Sie hier.

TEXT: Dominik Vombach NOTIZEN: Dominik Vombach, Benjamin Herzog

Zu ihrem heutigen Namen kam die Rebsorte Chardonnay bei der Weinbauausstellung 1872 in Lyon. Damals wurde festgelegt, dass die natürliche Kreuzung aus Gouais Blanc und Pinot den Namen einer kleinen Gemeinde im Burgund tragen soll — den Namen Chardonnay.

Ein Name, der sich wie kaum ein anderer in der Weinwelt verbreitete. Denn dank ihrer grossen Anpas- sungsfähigkeit wird sie heute weltweit angebaut. Egal, ob heiss und trocken wie bei- spielsweise in Kalifornien oder eher kühl wie in unseren Breiten, die Rebsorte aus dem Burgund fühlt sich wohl. Wohl auch deshalb belegt Chardonnay den dritten Platz hinsicht- lich der Anbaufläche hierzulande, wenn es um weisse Sorten geht. Nur Chasselas und Müller-Thurgau liegen vor ihr. International gesehen liegt die grösste Chardonnayfläche immer noch in ihrem Herkunftsland Frankreich. Hier sind rund 48.000 Hektaren mit der noblen Sorte beplfanzt. Nur knapp dahinter folgt mit rund 42.000 Hektaren die USA, jenes Land, in dem in den frühen 1990ern ein wahrer Chardonnay-Boom herrschte.

Einer der zweifelhaften Sorte, wie der bekannte Slogan aus dieser Zeit «Anything but Chardonnay» — den damals häufig alkoholreichen und üppigen Tropfen aus der Sorte geschuldet –belegt. Ein Stil, der bei unserer diesjährigen Falstaff Chardonnay Trophy glücklicherweise nur selten anzutreffen war. Vielmehr glänzten die degustierten Schweizer Gewächse mit ausserordentlicher Frische und Eleganz. Wie schon in den letzten Jahren glänzten besonders die Winzer aus Graubünden und bestätigten ein weiteres Mal, wie gut sie die Sorte verstehen und mit ihr umzugehen wissen.

Fünf Weine der Top Ten kommen dementsprechend auch von hier — die ersten drei Plätze inklusive. Bereits zum zweiten Mal schneidet das Weingut Obrecht aus Jenins als Sieger bei unserer Trophy ab. Ihr Chardonnay aus dem Jahr 2019, bewertet mit grandiosen 96 Punkten, verzückte unsere Vorkoster voll und ganz. Auch Platz zwei und drei gehen an Betriebe, die zuvor schon unter den besten drei zu finden waren. Der Vorjahressieger, das Weingut Wegelin aus Malans, sicherte sich mit seinem minerali- schen Chardonnay Frassa den zweiten Rang. Platz drei geht an den Chardonnay Grand Maitre vom Weingut Hermann. Beides über- aus mineralische Tropfen, die‘ eine Tiefe aus- strahlen, din man lange suchen muss.

Mai 2021 / Falstaff Schweiz

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Die doppelte Pflanzzeit

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Die kalendarische und handwerkliche Pflanzzeit

Als biodynamische Winzer hat die Pflanzzeit eine doppelte Bedeutung. Zum einen umschreibt der Begriff die Phase in der wir manuell am Pflanzen sind, zum anderen ist es eine sich stets wiederholende zweiwöchige Phase im Mondkalender, die sich für bestimmte Arbeiten bestens eignet.

„Die Pflanzzeit ergibt sich aus dem Zeitraum des absteigenden Mondes. Da hier die Säfte zu den Wurzeln absteigen, bekommt die neu gesetzte Pflanze die Chance anzukommen und sich zu verwurzeln. Diese Zeit eignet sich besonders für Aussaaten, Um- und Neupflanzungen von Gemüse und Blumen sowie für Bäume, Sträucher, Stauden und Heckenbepflanzungen. Auch die Ernte von Wurzelgemüse ist zu dieser Zeit ideal. Wenn für den Baumschnitt die Pflanzzeit beachtet wird, (absteigender Mond, die Säfte ziehen sich zurück), dann liegt man optimal.“ (Quelle: Gärtnerei Waldhaus)

Vom 28. April bis zum 10. Mai 2021 prägt der absteigende Mond unser Schaffen (mehr zum Demeter Mondkalender). Wir paaren also Kalender und unsere Kräfte und fokussieren uns im Team sofern es die Witterung zulässt auf die Pflanzungen.

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Wurzeln schlagen

Derzeit weicht im Jeninser Bachfeld die mehltauanfällige Scheurebe für 560 Chardonnay und 400 Pinot Meunier Reben. In der Malanser Halde macht der Pinot Noir weiteren 300 Stöcken Completer Platz und auf den restlichen gut 6.5 ha erneuern wir 100 altersschwache Pinot Noir durch entsprechende Jungreben.

So tauschen wir gemeinsam in 14 Tagen insgesamt 3.2% unseres gesamten Rebbestandes aus. Der aktuell fallende Regen heisst die 1360 Neulinge herzlich willkommen und wir hoffen, auf ein gutes Omen, so dass wir in fünf Jahren die ersten Erträge dieser Novizen einfahren.

 

07.05.2021/ FO

Bauprojekt Sonne – wenn Alt- und Neubau zusammenwachsen

Im November 2019 ist der Baggerlöffel in den idyllischen Sonnehof gefallen und seither ist nichts mehr, wie es einmal war.

In einer ersten Phase  (Februar 2020) werden gut 9’000 qm Erdmaterial verschoben. Das führt im Hof zu einen 6 m tiefen Krater und ragt als gut 12 m hoher „Jeninser Berg“ aus dem Bungert.

Bereits im März ziehen neue Formen ein – ein feines Kanalisationsnetz unterwandert die Grundzüge des Kellers.

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Fantastisches Wetter prägt die Bauzeit, so dass im Mai die Bodenplatte betoniert werden kann. Es folgen bei besten Bedingungen die Seitenwände und erfreulicherweise im Oktober bereits der „Deckel“.

Noch während des ersten heftigen Wintereinbruchs anfangs Dezember entsteht im Hof das Schutzdach (Remise) mit Photovoltaik.

Im Januar ruhen die Aussenflächen der Baustelle unter einer meterdicken Schneeschicht… doch der Eindruck täuscht. Im Keller selbst ziehen Farbe, Licht, Wasser, Strom, Technik,  Tore und Gestelle ein.

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Anfangs März ist es dann soweit – der Obrecht Wein erobert die neuen Räume.

Nun müssen Alt- und Neubau noch zusammenwachsen, die Schnittstellen gestaltet werden. Dazu gehört die Realisierung der Einbauten unter dem Schutzdach im Hof, die Umgebung und die Bereitstellung des Materials für Kundenbesuche.

22.03.2021/FO
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ALTERNATIVER WEINBAU

Winzerin Francisca Obrecht: «Biodynamie fördert die Entfaltung des individuellen Standorts»

Text: Weinkeller | Peter Keller | 11.2.2021

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Francisca und Christian Obrecht arbeiten auf ihrem Weingut in Jenins biodynamisch – aus Überzeugung. Im Interview erklärt die Winzerin, warum die alternative Landwirtschaft und der Einsatz von Hornmist nichts mit Hokuspokus zu tun haben.

 

Peter Keller: Francisca Obrecht, warum setzen Sie auf die Biodynamie?

Mein Mann und ich haben 2006 das Familienweingut übernommen mit dem Ziel, die Harmonie von Pflanze und Umwelt zu fördern. Daher bedienen wir uns der biodynamischen Methode. Dergestalt produzierte Weine zeichnen sich durch grössere Eigenständigkeit, Frische und Bekömmlichkeit aus. Das ist unsere feste Überzeugung.

Ist das auf konventionelle Art und Weise nicht möglich?

Ich stelle nicht in Abrede, dass auch konventionelle Winzer hervorragende Weine produzieren. Dafür braucht es auch in diesem Fall Hingabe und Aufmerksamkeit im Produktionsprozess. Die biodynamische Arbeitsweise nach Demeter jedoch geht weiter und fördert mit seinen Theorien, Methoden und Thesen schlicht die Entwicklung und Entfaltung des individuellen Standorts. Zudem wird das Sensorium des Winzers geschult. Wir verzichten auf chemisch-synthetische Hilfsmittel, was ich persönlich als einen Mehrwert empfinde.

Warum wird die biodynamische Methode oft kritisiert, ja gar diffamiert?

Wer so produziert, nimmt primär eine beobachtende Haltung ein. Diese muss nicht jeder teilen. Das Prinzip der sogenannt vertikalen Landwirtschaft des Anthroposophen Rudolf Steiner besagt indessen, dass jeder Hof aufgrund seines einmaligen Standorts auf der Erde einen individuellen Charakter hat, den es zu stärken gilt. Nur so kann man möglichst individuelle Produkte generieren – in unserem Fall Wein.

Was bedeutet einen individuellen Charakter?

Diesen prägt das vielbeschworene und vielzitierte Terroir, also das einmalige Zusammenspiel von Boden, Klima, Mikroklima und Exposition des Rebbergs, der gewählten und idealerweise standorttypischen Rebsorten und Klone und den Menschen, die auf dem Gut arbeiten. Aus dieser Idee versucht ein Demeter-Winzer möglichst, seinen Standort und seinen Rebberg in seiner Einmaligkeit abzubilden.

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Im Herbst werden Kuhhörner mit Mist vergraben, um so ein Hornmist-Präparat zu erhalten, das im Frühling eingesetzt wird. Welche Aufgabe kommt diesem Präparat zu?

Damit wird die mit der Erwärmung der Erde einsetzende Bodenaktivität mit einem Impuls unterstützt und die Verfügbarkeit der organischen Nährstoffe verbessert. Die Rebe braucht für den Austrieb eine enorme Kraft respektive viele Nährstoffe. Auf konventionelle Art geschieht dies mit dem Einsatz eines stickstoffhaltigen Kunstdüngers. Es muss aber warm und feucht sein, sonst wirkt der Dünger nicht.

Und Sie bringen stattdessen das Hornmist-Präparat aus?

Ja. Es handelt sich um eine wässrige Kompost-Lösung, die reich an Bodenpilzen und Mikroorganismen ist. Diese wird auf der Grasnarbe des Weinbergs tröpfchenweise verteilt. Mit den Frühlingsniederschlägen und der gleichzeitigen Erwärmung des Bodens durchdringt via Vermehrung die ausgebrachte Mikrofauna den Boden von der Oberfläche in die Tiefe und erhöht so die am Standort gegebene Aktivität, damit die im Boden verfügbaren Nährstoffe für die Pflanzen verfügbar werden.

Der Einsatz von solchen Präparaten wird von Kritikern als «Hokospokus» bezeichnet. Ist das wahr?

Wir setzen das ein, um einen guten Austrieb und einen gelungenen Start der Vegetationsperiode zu erreichen. Damit wird auf indirekte Weise der Boden aktiviert. Das ist reine Biochemie –was daran Hokuspokus, Marketing oder Verschwörung ist, bleibt mir schleierhaft. Und noch etwas: Das Kuhhorn ist ein idealer Verrotungsbehälter, porös und reich an Stickstoff. Dieser fördert die Umwandlung von Kuhmist zu Kompost während der Ruhe in der Erdgrube im Winter. Im Boden ist es bekanntlich feucht. Und es sind bereits zersetzende Organismen vorhanden, so dass wir im Frühling eine aktive Kultur ausgraben.

Gehen Sie mit der biodynamischen Arbeitsweise auch höhere Risiken ein?

Ja, die alternative Landwirtschaft riskiert bei mangelnder Beobachtung Totalausfälle. Der konventionelle Weg dagegen sorgt für garantierte und zuverlässige Erträge und somit für Ernährungssicherheit. Er belastet indessen die Umwelt mit Rückständen in Wasser und Lebensmitteln. Bio und biodynamische Methoden dagegen fördern Natur und Umwelt. Und klar: Wissenschaftlich pragmatisch gesehen wird uns gelegentlich auch eine etwas schräge Weltanschauung unterstellt. Damit kann ich leben, wenn ich das Resultat in unseren Weinflaschen sehe.

 

–> zum Original Interview mit Peter Keller

In der Stille und Geduld des Winters liegt die Kraft für das Neue.

(Monika Minder)
Wintersturm

Während der Blick auf die im Sturm ruhenden Reben schweift, rieselt leise der Riesling Sylvaner 2020 in die Flasche. Nach einer kurzen Ruhephase in der Flasche ist der neue Jahrgäng ab April für schwungvollen Genuss bereit.

Winter – Die Zeit, die von Stille und Geduld geprägt ist, besonders wenn der Wingert unter einer meterdicken Schneedecke schläft und der Geist um den Rebschnitt kreist.

Doch in Jenins ist es üblicherweise erst im Januar so kalt ist, dass sich der Saft der Rebe in die Wurzeln zurück gezogen hat. Dann beginnen wir als Demeter-Winzer mit dem Rebschnitt und folgen in bedächtig zwei Rhythmen: Der umgekehrten Lesereihenfolge und dem auf-  und absteigendem Mond.

Klingt kompliziert, oder?!?  Ist es überhaupt nicht. Wir starten in jenen Parzellen die zuletzt geerntet wurden und schliessen mit dem Weinlestarter, dem Riesling Sylvaner, den Rebschnitt ab. Da wir stets mehrere Tage für in einer Parzelle beschäftigt sind, können wir noch fein justieren. Stets 14 Tage steigt der Mond auf oder ab. Stark wüchsige Parzellen/ Lagen stutzen wir bei aufsteigendem Mond. Der Saft ist dann Leicht in Schwebe und so entnehmen wir mit dem abgeschnittenen Holz ein wenig von der übermütigen Kraft. Schwache Lagen werden geschont, indem bei maximalen Saftrückzug und absteigendem Mond die Kräfte möglichst für einen energischen Austrieb gehalten werden.

Tja, und wenn es so wie ist im Januar 2021, überdenken wir geduldig unsere Theorien. In stillen der Reflexion liegt die Essenz des Neuanfangs.

15. Januar 2021/ FO

Vinum-Profipanel CH-Schaumweine degustiert den BRUT NATURE BLANC

Ohne Kleid zum ersten Auftritt!

Der Schaumwein ist seit wenigen Tagen degorgiert, als die Einladung für das Profipanel eintrifft. Einen Wein einsenden, der noch keinen Namen geschweige denn eine Etikette hat? Warum auch nicht, schliesslich gehts bei der Degustation um den Inhalt!

Stolze 18 von 20 Punkte erhält der BRUT NATURE BLANC von den Degustationsprofis.

„Vielschichtig, mit gelben Früchten, besonders Aprikosen, aber auch Apfeltorte und Argument, sowie präsente Würznoten und ein Anflug von Petrol. Im Gaumen auf pikante Art spannend, kraftvoll und sehr trocken. Feines Säurespiel. 2020 bis 2026“, so ist der neue Obrecht Schäumer gemäss dem Vinum Team.

Mehr zu Schweizer Schaumweinen erfahren Sie bei Vinum in der Ausgabe 12/2020.

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Die OBRECHT Schaumweinfamilie wächst!

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Aus BRUT wird BRUT ROSÉ

Zum Klassiker BRUT ROSÉ kommt BRUT NATURE BLANC.

Klösterliche Stille – mondänes Prickeln; Seit 2009 leitet dieser Gedanke die Wandlung vom knackig leichten Blanc de Noir zum Brut Schaumwein. Die Transformation der spitzen Jungweine zu aufregenden Sekten fasziniert so, dass bald der Wunsch nach einer erlesenen Variante in weiss erwachte.

2018 war es soweit! Aus der Lage Schatz erreichten früh geerntete Chardonnay Trauben den Keller. Sofort war klar, das nun der Moment für den anmutenden Schaumwein gekommen war. Kurzum gärte der grazile Chardonnay Saft im Barrique, um bereits wenig später in die 20-Monatige Flaschengärung und Reifung zu starten.

Nach dem Degorgemet ohne Dosage begrüsst der BRUT NATURE BLANC mit leichten Brioche- und Granny Smith Noten und entzückt mit Finesse und kerniger Spannung.

Demnächst sind die beiden Schaumweine im neuen Kleid im Shop zu finden.

30. November 2020/ FO

 

Wimmlet 2020 – bewegend, wenn aus Sonnenstunden Wein wird

Es braucht einiges, damit aus den Sonnenstunden des Sommers Wein wird. Dies hält der kurze Film von Laurin Wolf treffend fest.

Die Ernte 2020

Es sah nach einem Weinjahr wie schon im 2018 aus. Ein früher Austrieb,  ein wüchsiger Sommer und ein mediterraner Spätsommer…. doch es kam anders.

Normalerweise beginnt die Hauptlese des Pinot Noir 10 Tage nach dem Riesling Sylvaner. Diesen hatten wir am 14.09 bei 28°C am frühen Vormittag geerntet. Kurz darauf brachen die Temperaturen ein, der Reifeprozess geriet in Stocken.

Und doch hat der Kälteeinbruch die Endausreifung ins Rollen gebracht. Mit dem Rückzug des Chlorophylls aus den Blättern und der damit verbundenen Rotfärbung, wird nochmals Zucker in die Früchte eingelagert. So sind die Oechselgradationen in den Bereich von 92° Oechsle gestiegen, die Traubenkerne grossmehrheitlich braun und somit die Tannine reif.

Während im Keller der Riesling Sylvaner Schiefer gepresst wird, beginnt im Wingert am 06.10.2020 die fünfte Jahreszeit – der Wimmlet! In nur vier Tagen und mit circa 50 Helfern pro Tag konnten wir auf unseren verbleibenden 6.5 ha Pinot Noir, Chardonnay und Completer einfahren.

Ein knackiger Jahrgang mit wenig Ertrag und überzeugender Qualität. Auf die ersten Resultate können wir alle gespannt sein!

 

 

Notiz: Francisca Obrecht, 19.11.2020
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Linsencurry für genussvoll, lauschige Winterabende

Klanglos kreist die Kelle am Herd; der Blick derweil im tiefen Novemberabend verloren. Es ist still geworden im Weinberg und im Keller gluckst nur der Wein.

Ein feines Plätschern holt ins würzig warme Daheim zurück und während am Tisch langsam der Wein niedersitz*, schwimmen über den Tellern die Worte empor.

 "Wenn der Wein niedersitzt, schwimmen die Worte empor." (Herbert Heckmann)
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Rezept Linsencurry (Zutaten für 4 Personen)

Inspiriert von Andreas Caminada, waskochen.ch

Für das Curry

2 Karotten oder Kürbisstücke
2 Scheibe Knollensellerie oder Pastinaken

1 Stange Lauch
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
200 g Schweizer Berglinsen (Biofarm) oder braune Linsen
Bratbutter, zum Anbraten
2 EL Curry mild Bio (Sonnentor)

1 Blatt Lorbeer (Weingut Obrecht

Nach Belieben Chiliflocken für mehr Schärfe
390 ml Cherry-Tomaten-Sauce (BioLand Müller – Steinmaur)

1 dl Rahm
4 dl Bouillon

Für die Garnitur

Crème fraîche oder Nature Yoghurt
Kräuter

Zubereitung

Für das Curry erst Karotte, Knollensellerie, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln.

Bratbutter in einer Pfanne erhitzen, erst den Knoblauch und die Zwiebeln anschwitzen, dann Linsen und gewürfeltes Gemüse dazugeben und anschwitzen. Mit Curry evtl. Chiliflocken würzen und mit Salz abschmecken. Tomaten-Sauce und Rahm dazugeben, mit Bouillon ablöschen und zirka 40 Minuten auf schwachem Feuer köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Linsencurry auf einem Teller anrichten und mit etwas Crème fraîche und Kräutern garnieren.