In der Stille und Geduld des Winters liegt die Kraft für das Neue.

(Monika Minder)
Wintersturm

Während der Blick auf die im Sturm ruhenden Reben schweift, rieselt leise der Riesling Sylvaner 2020 in die Flasche. Nach einer kurzen Ruhephase in der Flasche ist der neue Jahrgäng ab April für schwungvollen Genuss bereit.

Winter – Die Zeit, die von Stille und Geduld geprägt ist, besonders wenn der Wingert unter einer meterdicken Schneedecke schläft und der Geist um den Rebschnitt kreist.

Doch in Jenins ist es üblicherweise erst im Januar so kalt ist, dass sich der Saft der Rebe in die Wurzeln zurück gezogen hat. Dann beginnen wir als Demeter-Winzer mit dem Rebschnitt und folgen in bedächtig zwei Rhythmen: Der umgekehrten Lesereihenfolge und dem auf-  und absteigendem Mond.

Klingt kompliziert, oder?!?  Ist es überhaupt nicht. Wir starten in jenen Parzellen die zuletzt geerntet wurden und schliessen mit dem Weinlestarter, dem Riesling Sylvaner, den Rebschnitt ab. Da wir stets mehrere Tage für in einer Parzelle beschäftigt sind, können wir noch fein justieren. Stets 14 Tage steigt der Mond auf oder ab. Stark wüchsige Parzellen/ Lagen stutzen wir bei aufsteigendem Mond. Der Saft ist dann Leicht in Schwebe und so entnehmen wir mit dem abgeschnittenen Holz ein wenig von der übermütigen Kraft. Schwache Lagen werden geschont, indem bei maximalen Saftrückzug und absteigendem Mond die Kräfte möglichst für einen energischen Austrieb gehalten werden.

Tja, und wenn es so wie ist im Januar 2021, überdenken wir geduldig unsere Theorien. In stillen der Reflexion liegt die Essenz des Neuanfangs.

15. Januar 2021/ FO

Vinum-Profipanel CH-Schaumweine degustiert den BRUT NATURE BLANC

Ohne Kleid zum ersten Auftritt!

Der Schaumwein ist seit wenigen Tagen degorgiert, als die Einladung für das Profipanel eintrifft. Einen Wein einsenden, der noch keinen Namen geschweige denn eine Etikette hat? Warum auch nicht, schliesslich gehts bei der Degustation um den Inhalt!

Stolze 18 von 20 Punkte erhält der BRUT NATURE BLANC von den Degustationsprofis.

„Vielschichtig, mit gelben Früchten, besonders Aprikosen, aber auch Apfeltorte und Argument, sowie präsente Würznoten und ein Anflug von Petrol. Im Gaumen auf pikante Art spannend, kraftvoll und sehr trocken. Feines Säurespiel. 2020 bis 2026“, so ist der neue Obrecht Schäumer gemäss dem Vinum Team.

Mehr zu Schweizer Schaumweinen erfahren Sie bei Vinum in der Ausgabe 12/2020.

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Die OBRECHT Schaumweinfamilie wächst!

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Aus BRUT wird BRUT ROSÉ

Zum Klassiker BRUT ROSÉ kommt BRUT NATURE BLANC.

Klösterliche Stille – mondänes Prickeln; Seit 2009 leitet dieser Gedanke die Wandlung vom knackig leichten Blanc de Noir zum Brut Schaumwein. Die Transformation der spitzen Jungweine zu aufregenden Sekten fasziniert so, dass bald der Wunsch nach einer erlesenen Variante in weiss erwachte.

2018 war es soweit! Aus der Lage Schatz erreichten früh geerntete Chardonnay Trauben den Keller. Sofort war klar, das nun der Moment für den anmutenden Schaumwein gekommen war. Kurzum gärte der grazile Chardonnay Saft im Barrique, um bereits wenig später in die 20-Monatige Flaschengärung und Reifung zu starten.

Nach dem Degorgemet ohne Dosage begrüsst der BRUT NATURE BLANC mit leichten Brioche- und Granny Smith Noten und entzückt mit Finesse und kerniger Spannung.

Demnächst sind die beiden Schaumweine im neuen Kleid im Shop zu finden.

30. November 2020/ FO

 

Wimmlet 2020 – bewegend, wenn aus Sonnenstunden Wein wird

Es braucht einiges, damit aus den Sonnenstunden des Sommers Wein wird. Dies hält der kurze Film von Laurin Wolf treffend fest.

Die Ernte 2020

Es sah nach einem Weinjahr wie schon im 2018 aus. Ein früher Austrieb,  ein wüchsiger Sommer und ein mediterraner Spätsommer…. doch es kam anders.

Normalerweise beginnt die Hauptlese des Pinot Noir 10 Tage nach dem Riesling Sylvaner. Diesen hatten wir am 14.09 bei 28°C am frühen Vormittag geerntet. Kurz darauf brachen die Temperaturen ein, der Reifeprozess geriet in Stocken.

Und doch hat der Kälteeinbruch die Endausreifung ins Rollen gebracht. Mit dem Rückzug des Chlorophylls aus den Blättern und der damit verbundenen Rotfärbung, wird nochmals Zucker in die Früchte eingelagert. So sind die Oechselgradationen in den Bereich von 92° Oechsle gestiegen, die Traubenkerne grossmehrheitlich braun und somit die Tannine reif.

Während im Keller der Riesling Sylvaner Schiefer gepresst wird, beginnt im Wingert am 06.10.2020 die fünfte Jahreszeit – der Wimmlet! In nur vier Tagen und mit circa 50 Helfern pro Tag konnten wir auf unseren verbleibenden 6.5 ha Pinot Noir, Chardonnay und Completer einfahren.

Ein knackiger Jahrgang mit wenig Ertrag und überzeugender Qualität. Auf die ersten Resultate können wir alle gespannt sein!

 

 

Notiz: Francisca Obrecht, 19.11.2020
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Wenn der Bündtliwald abends warm schimmert und die ersten Nebel am Piz Alun hängen wird es

Herbst – die Zeit, in der die Spannung und der Zucker steigt!

Ab anfangs September begehen wir wöchentlich unsere fünfzehn Rebbparzellen. Für die Reifeerhebung sammeln wir pro Parzelle und Rebsorte 100 Beeren in einen „Chräschel-Säckli“. Insgesamt 25 Proben kommen auf diese Weise pro Rundgang zusammen.

Jedes Muster beurteilen wir gemeinsam. Erst werden die Beeren von Hand zerdrückt, damit der Saft entweicht. Der Widerstand verrät bereits etwas über den Reifegrad. Der Saft liefert via Oechsle und Refraktometer eine klare Aussage über den Zuckergehalt und die zurückbleibenden Kerne zeigen die physiologische Reife. Die Naschprobe versorgt den Gaumen mit ersten Eindrücken zu Aromatik, Säure und Tanninen des neuen Jahrgangs.

Die Beobachtungen zum Zustand der Blätter, Gesundheit der Trauben und Ertrag werden zusätzlich festgehalten. Menge und Gesundheit der Trauben sind für den zu erwartenden Personalaufwand und die Planung entscheidend.

So schärfen wir Woche für Woche unsere Sinne. Die freudige Erwartung steigt,  bis mit dem ersten Erntetag die erlösende Emsigkeit die Nervosität vertreibt.

Mit der Ernte des Riesling Sylvaner um den 14.09 läuten wir die fünfte Jahreszeit 2020 früh ein. Es folgt die Pinot Noir und Chardonnay Vor-Ernte für den Brut, bevor ab circa 05.10 der krönende Abschluss mit der Haupternte von Pinot Noir, Chardonnay und Completer folgt.

 

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Das biodynamische Präparat 501

Was das wohl zu bedeuten hat, wenn die Obrechts bei Tagesanbruch Hornkiesel in den grossen Kupferbottich geben und nach einer Stunde dynamisieren das Gemisch fein im Wingert zerstäuben?

Es ist ein feierlicher Moment im biodynamischen Weinjahr, die Betonung der Sommersonnenwende!

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Der Kiesel (Quarz) verstärkt mit seinen feinen Kristallen das Sonnenlicht, so dass die Rebe ihr Wachstum verlangsamt und der Übergang in den Reifeprozess angeregt wird.

Das Hornkieselpräparat wird jeweils fürs nächste Jahr zubereitet. Ein Quarzkristall aus der Gegend wir zerkleinert und gemahlen. In ein Kuhhorn gefüllt ruht der Kiesel im Sommer im Wingert vergraben, damit er dort den sommerlichen Licht- und Wärmeauswirkungen ausgesetzt ist.

Ein Film von Laurin Wolf (CLUS AG Werbeagentur, Chur)

Was machen die Obrechts?

 

Ich weiss – eine Saison, ein Jahr, ein Quäntchen Glück.

Ich weiss – ein reich gefüllter Korb vom Rebschnitt bis zur Ernte.

Ich weiss – das ist eine Saison, ein Jahr

 

Seit die gesellschaftlichen Usanzen Mitte März 2020 komplett aufgewirbelt wurden, schätzen wir und unser Team die Gewissheit, dass die Natur in gewohnten Rhythmen vorwärts strebt.

Ein kurzer Einblick in das tägliche Schaffen von Christian und Francisca Obrecht, Carla Hassler, Daniela Marugg und Elias Reist.

 

Ein Film von Laurin Wolf (CLUS AG Werbeagentur, Chur)

 

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„Biodynamischer Weinbau ist die Kunst, den individuellen Standort charaktervoll im Wein abzubilden“

So zitiert Peter Keller in der NZZ am Sonntag vom 22.03.2020 die Haltung von Christian und Francisca Obrecht bei der Weinherstellung.

Wenn sorgfältig arbeitende Winzer hinter der biodynamischen Bewirtschaftung stehen, dann erwachsen dieser Philosophie unglaublich faszinierende und spannungsreiche Weine, fährt er in seinem Artikel fort.

Der spontan vergorene Riesling Sylvaner Schiefer 2018 hat es Peter Keller besonders angetan – leicht, mineralisch, tänzerisch.

Dazu passen die gepickelten „Rüebli mit Koriander“ von einmach.ch.

VIVA

 

… mehr von WEINKELLER, Peter Keller

… zum Riesling Sylvaner Schiefer

Schweizerische Weinzeitung 20-1050570

HIGHLIGHTS…

MONOLITH 2018

20/20 Punkten

Die schweizerische Weinzeitung huldigt in der Märzausgabe 2020 die Highlights der Bündner Herrschaft von Bonaduz bis Fläsch mit spannenden Degustationsnotizen und lebendigen Winzerportraits.

Obrecht’s nehmen mehr als eine Doppelseite ein, dabei sticht der Monolith Pinot Noir 2018 heraus.

„Dichtes, komplexes, tiefgründiges, frisches, elegantes, fein cremiges Bouquet, Amarenakirschen, kandierte Himbeeren, rotes Cassis, süsse Karottenschalen, Schiefer, kalter Rauch, rote Lakritze, Minze. Dichter, vielschichtiger, fein kraftvoller, eleganter, frischer Gaumen, dichte, feine Frucht, fein konzentrierte, zartmuskulöse Struktur, viel feines Tannin, grossartige Aromatik, sehr langer, dichter, frischer Abgang mit vielen Rückaromen“, so die Degustationsnotiz von André Kunz.

 

Aktuelle Ausgabe der Schweizerischen Weinzeitung am Kiosk erhältlich,

der Monolith 2018 noch im Shop bestellbar ;-)

 

OBRECHT und GLOBUS

Über Generationen prägende Beziehungen

Vor gut 75 Jahren begann zwischen dem Weingut Obrecht und dem Magazine Globus eine prägende Beziehung.

Christian Obrecht-Wegelin und Hans Mahler, Begründer und damals Besitzer der Magazine Globus, begegnen sich während des Aktivdienstes (1939 – 1945) in Parpan. Die beiden Familien pflegen fortan einen freudschaftlichen Kontakt.

So ermuntert Hans Mahler die III. Sonne Generation, den Wein anstatt wie üblich im Fass zu verkaufen, doch probeweise in Flaschen zu füllen und startet so, die seit über 40 Jahren währende Zusammenarbeit.

Der Wine Talk zwischen Christian und Francisca Obrecht und dem GLOBUS Wine Expert David O‘ Halloran verrät, welche Werte das Weingut Obrecht mit GLOBUS noch heute stolz verbindet.